Dezember 12, 2013by twiederkehr

Neues sinfonisches Musikschaffen für die Schweiz

Nadir Vassenas Orchesterwerk «vergessene Lieder» wird heute erstmals gespielt – und zwar vom Orchestra della Svizzera italiana in Lugano. Mit dieser Uraufführung wird das Projekt «Œuvres Suisses» gestartet: Elf Schweizer Berufsorchester bringen bis 2016 insgesamt 33 Werke von Schweizer Komponistinnen und Komponisten zur Uraufführung. Im Rahmen von «Œuvres Suisses» entsteht so ein einmaliges Repertoire an neuem sinfonischem Musikschaffen.

«Gibt es eine Schweiz? Es gibt viele, und einer jeden sei ihre Musik gewährt», sagt der Tessiner Komponist Nadir Vassena. Diese musikalische Vielfalt abzubilden, ist eines der Ziele von «Œuvres Suisses». Das ambitionierte Projekt wird heute mit der Uraufführung von Vassenas neustem Werk durch das Orchestra della Svizzera italiana unter dem Dirigenten Ion Marin in Lugano gestartet. Ermöglicht wird es durch eine Gemeinschaftsinitiative des Verbands Schweizerischer Berufsorchester, orchester.ch, und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Die elf an «Œuvres Suisses» beteiligten Orchester verpflichten sich, in den Jahren 2014 bis 2016 drei Uraufführungen zu programmieren. Im Gegenzug unterstützt Pro Helvetia die Orchester mit Beiträgen an ihre internationalen Tourneen sowie an Nachwuchs- und Vermittlungsprojekte. «Mit diesem Projekt wird das kompositorische Schaffen von Schweizer Komponistinnen und Komponisten gefördert und gleichzeitig die nationale und internationale Positionierung der Schweizer Orchester gestärkt», begründet Andri Hardmeier, Leiter der Musikabteilung von Pro Helvetia. Aus allen Landesteilen und verschiedenen Generationen stammen die Komponistinnen und Komponisten, die im Rahmen von «Œuvres Suisses» neue Werke schreiben. «Erstmals leisten Berufsorchester aus der ganzen Schweiz gemeinsam einen bedeutenden Effort zur Förderung des aktuellen sinfonischen Musikschaffens», erklärt Toni J. Krein, Präsident des Verbands orchester.ch. Eine Partnerschaft mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) sorgt dafür, dass die Werke einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), Radio Télévision Suisse (RTS) und Radiotelevisione Svizzera (RSI) zeichnen alle Uraufführungen auf. Nach Abschluss des Projekts wird eine Dokumentation aller Werke veröffentlicht, die dazu beitragen soll, das aktuelle sinfonische Musikschaffen der Schweiz international bekannt zu machen.

Weitere Uraufführungen im Rahmen von «Œuvres Suisses» (Spielzeit 2013/14): 12. März 2014, Biel, Sinfonie Orchester Biel Œuvre Suisse #2: Jost Meier 25. Mai 2014, Moudon, Orchestre de Chambre de Lausanne Œuvre Suisse #3: Caroline Charrière 4. Juni 2014, Genf, Orchestre de la Suisse Romande Œuvre Suisse #4: Michael Jarrell  4. Juni 2014, Basel, Sinfonieorchester Basel Œuvre Suisse #5: Jost Meier 18. Juni 2014, Luzern, Luzerner Sinfonieorchester Œuvre Suisse #6: Martin Jaggi

Über die Uraufführungen ab der Spielzeit 2014/15 informieren wir Sie im Frühjahr 2014.

Beteiligte Orchester: Berner Symphonieorchester Musikkollegium Winterthur Luzerner Sinfonieorchester Orchestre de Chambre de Lausanne Orchestre de la Suisse Romande Orchestra della Svizzera italiana Sinfonieorchester Basel Sinfonie Orchester Biel Sinfonieorchester St. Gallen Tonhalle-Orchester Zürich Zürcher Kammerorchester Bislang haben die Orchester 23 Komponistinnen und Komponisten verpflichtet: Dieter Ammann, Oscar Bianchi, Caroline Charrière, Jean-Luc Darbellay, Richard Dubugnon, Beat Furrer, Paul Giger, David Philip Hefti, Martin Jaggi, Michael Jarrell, Rudolf Kelterborn, Ezko Kikoutchi, Cécile Marti, Jost Meier, Fabian Müller, Isabel Mundry, Rolf Urs Ringger, Urs Peter Schneider, Daniel Schnyder, Bettina Skrzypczak, Nadir Vassena, Julien-François Zbinden, Alfons Karl Zwicker

Medienauskünfte: Isabel Drews , Kommunikation, Tel. +41 44 267 71 51, Fax +41 44 267 71 06, idrews@prohelvetia.ch